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In einem Schreiben über die Schutzjuden in Lüneburg von 1723, das im Stadtarchiv Lüneburg erhalten ist, wird zum ersten Mal ein "Schulmeister und Schlächter" der kleinen jüdischen Gemeinde Lüneburgs erwähnt und auch dessen Name genannt: Mendel Lazarus. Bisher ist nichts Näheres über ihn bekannt.
Bis ins frühe 19. Jahrhundert lebten die Schulmeister (die oft nur kurz in Lüneburg blieben) bei einem der örtlichen Schutzjuden mit im Haus, meist bei einem Mitglied der Familie Ahrons. Die Lehrer wurden aber vom dem kleinen Kreis der jüdischen Familien gemeinsam angestellt, um alle Kinder der Gemeinde zu unterrichten, Gottesdienste zu halten und rituell zu schlachten. Nur selten wurden die Namen dieser religiösen Lehrer in den staatlichen Akten überliefert. Der nächste Name eines Lehrers der jüdischen Gemeinde, der sich in Dokumenten findet, ist der von Wolff Raphael in den 1780er Jahren.
Quellen und Infos:
Actum vom 13.10.1723, Stadtarchiv Lüneburg, AA 6703/2