Kurz nach Kriegsende bildete sich im Sommer 1945 eine neue jüdische Gemeinde in Lüneburg. Sie bestand fast ausschließlich aus jüdischen "Displaced Persons", kurz DPs - Überlebenden der NS-Konzentrationslager, die sich in den ersten Nachkriegsjahren in Lüneburg niederließen.
1947 oder 1948 konnte die Gemeinde in der "Warmwasser-Badeanstalt" in der Kuhstraße 12 eine eigene Mikwe einrichten, ein rituelles Tauchbad. Es bestand bis 1953. Zu diesem Zeitpunkt war der Großteil der Gemeindemitglieder aus Lüneburg bereits wieder weggezogen, zumeist ausgewandert in die USA oder nach Israel. Die Gemeinde, die sich Ende der 1950er Jahre auflöste, konnte den Betrieb der Mikwe nicht mehr finanzieren. Die Badeanstalt in der Kuhstraße bestand noch bis 1961.
Quellen und Infos:
Mitteilung des Stadtarchivs Lüneburg, September 2024