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Albert Levi wurde 1870 als fünftes Kind des Lehrers Joseph Levi und seiner Frau Gudula Ruhr geboren. In seinem Geburtsort, Merzig im Saarland, gab es schon seit dem 17. Jahrhundert jüdische Bewohner; als er geboren wurde, waren etwa 4,5% der Bevölkerung jüdisch.
Im März 1901 heiratete er Emilie Abraham in Landau in der Pfalz. Später lebte er mit seiner Frau wieder im Saarland, jetzt in Saarbrücken. Dort wurde 1906 ihr Sohn Hermann (Armand) geboren. Ende 1919 zog Albert Levi von dort allein in die Salzbrücker Straße 39 in Lüneburg. Dort arbeitete er als Wasserkontrolleur. Schon im März 1920 kehtre er jedoch zu seiner Familie nach Saarbrücken zurück.
Er wurde Katasterbeamter. 1935 ging er in den Ruhestand. Kurze Zeit danach floh er mit seiner Frau vor der NS-Judenverfolgung nach Frankreich. Sie gingen erst nach Strassburg, dann - vermutlich nach Kriegsbeginn - nach Rennes in der Bretagne. Dort starb Albert Levi im Juli 1940. Seine Witwe Emilie Levi geb. Abraham wurde 1942 über Drancy nach Auschwitz deportiert und dort umgebracht. Sein Sohn Armand Levi überlebte.
Quellen und Infos:
Über die Gemeinde in Merzig: Jüdische Gemeinde - Merzig (Saarland)
Eintrag für Albert Levi im Gedenkbuch Saarbrücken: https://gedenkbuch.saarbruecken.de/gedenkbuch/personen_detailseite/person-5751
Eintrag in der "Residentenliste" des Bundesarchivs, online verfügbar: Mapping the Lives
Namensvarianten: Levy Lewy Lövy Lewÿ